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29.10.2004 Quakenbr├╝ck

Taxifahrerin von Sohn erstochen

Bei der Beerdigung fiel die Ähnlichkeit mit dem Phantombild auf

Pressemeldung der Staatsanwaltschaft Osnabr├╝ck und der Polizeiinspektion Osnabr├╝ck - Land vom Nachmittag:

Am Donnerstag, den 28. Okt. 2004, gegen 16:00 Uhr, wurde ein 20j├Ąhriger Mann aus Quakenbr├╝ck wegen des Verdachts, Martina Thomas get├Âtet zu haben, vorl├Ąufig festgenommen. In einer ersten Einlassung hat er die Tat zugegeben. Aufgrund der hier gef├╝hrten Ermittlungen war ein Phantombild einer Person gefertigt worden, die zuletzt das Taxi der Frau Thomas bestiegen hatte. Diese Person hatte sich trotz vieler Aufrufe in der Presse bisher nicht gemeldet. W├Ąhrend der Trauerfeier und der anschlie├čenden Beerdigung fiel den ermittelnden Beamten die gro├če ├ähnlichkeit des Sohnes der Verstorbenen mit dem Phantombild auf. Parallel dazu bekam die Mordkommission einen Hinweis, dass es von der Wohnung des Sohnes ausgehend ungew├Âhnlich schlecht roch. Um beide Fakten zu ├╝berpr├╝fen, wurde mit dem Sohn ein Gespr├Ąch gef├╝hrt, in dessen Verlauf er zugab, seine Mutter get├Âtet und den 13j├Ąhrigen Jungen schwer verletzt zu haben.

Aufgrund der sich anschlie├čenden Vernehmung des Verd├Ąchtigen ergibt sich folgender Tatverlauf. Urs├Ąchlich f├╝r die Tat ist offenbar ein Streit zwischen Mutter und Sohn um die Kasse eines Dartvereins. In diesem Verfahren ist der Sohn wegen Unterschlagung angeklagt. Zwischen Mutter und Sohn hatte es offenbar Absprachen bez├╝glich des Prozessverhaltens gegeben. Von diesen urspr├╝nglichen Absprachen hatte die Mutter zwischenzeitlich Abstand genommen. In der Nacht zu Donnerstag wollte der Sohn seine Mutter zu ├änderung ihrer Einstellung bewegen, war aber zu diesem Zeitpunkt bereits fest entschlossen, sie anderenfalls umzubringen. Bereits in der Wohnung steckte er ein Messer ein. Von einer Telefonzelle auf dem Marktplatz rief er das Taxi seiner Mutter, stieg ein und beide fuhren zu dem Teich. Beide stiegen hier aus, um zu reden und eine Zigarette zu rauchen. Dabei gelangten sie unmittelbar an das Ufer. Im Verlauf des Gespr├Ąchs stie├č der Sohn zun├Ąchst seiner Mutter das Messer in den Bauch. Als die Mutter davon keine Reaktion zeigte, stie├č er immer wieder zu. Die Mutter sankte in sich zusammen und fiel in das Wasser.

Der Sohn begab sich anschlie├čend zum Taxi, um Spuren zu legen, die einen Raub vort├Ąuschen sollten. W├Ąhrend er sich in das Taxi beugte kam der 13-j├Ąhrige Junge vorbei. Aus Angst, als T├Ąter identifiziert zu werden, stach er auch auf dieses Kind ein, bis es leblos am Boden lag. Anschlie├čend nahm er das Handy der Mutter und das Tatmesser und entfernte sich in Richtung Innenstadt. In H├Âhe der Theisstra├če warf er das Handy in die "Stille Hase". Danach ging er in die Wohnung, wo er sich reinigte und umzog.

Der Tatverd├Ąchtige wird zurzeit dem Haftrichter vorgef├╝hrt.

Zwei Pressemeldungen (von unz├Ąhligen) dazu:
Meldung der Polizei Niedersachsen/Landkreis Osnabr├╝ck
Spiegel Online: Sohn des Opfers gesteht Bluttat

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