Infos zu Taxen und Tarifen im LK Miesbach
Taxitarifordnung LK Miesbach

Taxiordnung Landkreis Miesbach

┬ž 1 Geltungsbereich 

Die Verordnung gilt f├╝r den Verkehr mit Taxen innerhalb des Landkreises Miesbach. 

┬ž 2 Bereithalten von Taxen

Taxen d├╝rfen nur auf gekennzeichneten Taxistandpl├Ątzen am Betriebssitz des Unternehmers bereitgehalten werden. Das Landratsamt Miesbach kann das Bereithalten von Taxen au├čerhalb gekennzeichneter Taxistandpl├Ątze erlauben; ┬ž 6 bleibt unber├╝hrt. 

┬ž 3 Kennzeichnung und Benutzung von Taxistandpl├Ątzen

1. Taxistandpl├Ątze sind mit Zeichen 229 "Taxistand" der Stra├čenverkehrsordnung
gekennzeichnet. 

2. Jeder Taxifahrer ist berechtigt, sein Taxi auf dem gekennzeichneten Taxistandplatz nach Ma├čgabe der zur Verf├╝gung stehenden Stellpl├Ątze bereitzuhalten. 

3. Bei Benutzung von Standpl├Ątzen auf Privatgrund bleiben privatrechtliche Verh├Ąltnisse unber├╝hrt. 

┬ž 4 Ordnung auf den Taxistandpl├Ątzen

1. Die Taxen sind in der Reihenfolge ihrer Ankunft an den Stellpl├Ątzen bereitzustellen. Soweit Nachr├╝ckpl├Ątze vorhanden sind, d├╝rfen Standpl├Ątze unmittelbar nur angefahren werden, wenn der Nachr├╝ckplatz unbesetzt ist.

2. Jede L├╝cke ist durch Nachr├╝cken des n├Ąchsten Taxis aufzuf├╝llen.

3. Die an den Stand- und Nachr├╝ckpl├Ątzen bereitgestellten Taxen m├╝ssen durch Anwesenheit der Fahrer stets fahrbereit 

4. Den an einem Standplatz erteilten Bef├Ârderungsauftrag hat der Fahrer des vordersten Taxis auszuf├╝hren, es sei denn, der Fahrgast w├Ąhlt ein anderes Taxi; diesem ist die unverz├╝gliche Abfahrt zu erm├Âglichen.

5. Fahrauftr├Ąge, die ├╝ber das Standplatztelefon eingehen, sind von den Benutzungsberechtigten in der Reihenfolge des Abs. 4 anzunehmen und unter Angabe der Ordnungsnummer unverz├╝glich und auf dem k├╝rzesten Weg auszuf├╝hren. Wird ein Nichtrauchertaxi verlangt, ist das Gespr├Ąch erforderlichenfalls an den n├Ąchsten benutzungsberechtigten Fahrer eines Nichtrauchertaxis weiterzugeben.

6. Beh├Ârdlichen Anordnungen ├╝ber die zeitweilige Verlegung oder R├Ąumung von Standpl├Ątzen aus besonderen Anl├Ąssen ist Folge zu leisten.

7. Der Stra├čenreinigung und dem Schneer├Ąumdienst muss jederzeit Gelegenheit gegeben werden, ihren Aufgaben an den Standpl├Ątzen nachzukommen.

8. Taxen sind in einem sauberen, gepflegten Zustand bereitzuhalten. Sie d├╝rfen auf Taxistandpl├Ątzen weder instandgesetzt noch gewaschen werden.

┬ž 5 Dienstbetrieb 

1. Das Werben von Fahrg├Ąsten durch Plakate oder Ansprechen ist verboten.

2. Fahrg├Ąsten gegen├╝ber besteht eine Wartepflicht von bis zu 30 Minuten, es sei denn, dass eine anderweitige Vereinbarung getroffen wird. Fahrg├Ąste sind darauf besonders hinzuweisen.

3. W├Ąhrend der Fahrgastbef├Ârderung ist die Mitnahme Dritter oder Tiere, die sich in der Obhut des Fahrers befinden untersagt.

4. W├╝nschen der Fahrg├Ąste hat der Fahrer Folge zu leisten, soweit Bef├Ârderungspflicht und -zweck sowie die allgemeinen Verkehrs├╝bungen nicht entgegenstehen. 

5. Der Taxifahrer hat beim Ein- und Ausladen von tarifpflichtigem Gep├Ąck behilflich zu sein. Hilfsbed├╝rftige Fahrg├Ąste einschlie├člich Gep├Ąck m├╝ssen auf Wunsch vom Fahrer bis in die Wohnung gebracht, beziehungsweise dort abgeholt werden. 

6. Verlangt der Fahrgast eine Quittung ├╝ber das Bef├Ârderungsentgelt, so ist diese unter Angabe der Ordnungsnummer sowie der Fahrtstrecke (Einsteige- und Zielort) zu erteilen.

7. Das Landratsamt Miesbach kann verlangen, dass ein Dienstplan aufgestellt wird, es kann ihn aber auch selber aufstellen.

┬ž 6 Fahrauftr├Ąge ├╝ber Funk

Mit Funkger├Ąten ausger├╝stete Taxen d├╝rfen w├Ąhrend und unmittelbar nach der Ausf├╝hrung eines Fahrtauftrages durch die Funkzentrale zum n├Ąchsten Fahrgast beordert werden, sofern dem ein Dienstplan nach ┬ž 5 Abs. 7 nicht entgegensteht. 

┬ž 7 Ordnungswidrigkeiten

Nach ┬ž 61 Abs. 1 Nr. 4 und Abs. 2 des Personenbef├Ârderungsgesetzes kann mit Geldbu├če bis zu 10.000,00 DM belegt werden, wer vors├Ątzlich oder fahrl├Ąssig den Vorschriften

  1. des ┬ž 2 ├╝ber das Bereithalten von Taxen 
  2. des ┬ž 4 Abs. 1, 2 und 3 ├╝ber das Aufstellen von Taxen an Standpl├Ątzen und Nachr├╝ckpl├Ątzen sowie die Anwesenheit von Fahrern 
  3. des ┬ž 4 Abs. 4 und 5 ├╝ber das Ausf├╝hren des Bef├Ârderungsauftrages und das Bedienen der Fernmeldeanlage 
  4. des ┬ž 5 Abs. 1 ├╝ber das Werben von Fahrg├Ąsten 
  5. des ┬ž 5 Abs. 3 ├╝ber das Mitnehmen Dritter oder Tiere zuwiderhandelt.

┬ž 8 Inkrafttreten 

Die Taxiordnung tritt am 24.07.1989 in Kraft. 
Gleichzeitig tritt die Droschkenordnung des Landratsamtes Miesbach vom 17.11.77 (ver├Âffentlicht im Amtsblatt vom 28.11.1977, Nr. 11) au├čer Kraft. 

 

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