1. April 2010

Löcher stopfen mit Hilfe der Taxen?

Auf der Suche nach Geld: Stadt versucht Taxiunternehmer in die Pflicht zu nehmen

Löcher, Löcher und nichts als Löcher. Auf den Straßen, in den Kassen der Kommunen - vielleicht sogar in den Köpfen einiger weniger Stadtbediensteter?

Es k√∂nnte einem fast dieser Gedanke kommen, denn anders l√§sst sich eine Anfrage aus dem Rathaus Anfang M√§rz an die Oldenburger Taxiunternehmer nicht erkl√§ren.  In diesem Schreiben bittet die Stadtverwaltung um finanzielle Mithilfe bei der Sanierung einiger nach diesem Winter besonders maroder Stra√üen im Stadtgebiet.

Straßenschäden durch Taxen

Sanierungsbedarf nach Taxi√ľberbelastung

 ‚ÄěWir m√∂chten bei diesem Vorhaben nach dem Verursacherprinzip vorgehen und bitten Taxiunternehmer bei der Sanierung der Stra√üen An den Vo√übergen, Steinweg und Gr√ľne Stra√üe um 100 EUR pro Konzession. Es handelt sich bei diesen Stra√üen um wichtige Verbindungswege zu den Oldenburger Krankenh√§usern und zu Taxist√§nden, die von Taxen √ľberproportional genutzt werden. Es ist also davon auszugehen, dass das st√§ndige Befahren durch Ihre Fahrzeuge sicherlich zum schlechten Zustand dieser Stra√üen beigetragen hat.‚Äú, hei√üt es in dem vom Oberb√ľrgermeister  und dem scheidenden Bau- und Verkehrsdezernenten unterzeichneten Bittbrief.

Damit aber noch nicht genug.

‚ÄěWie Sie m√∂glicherweise schon wissen, planen wir die Fortschreibung und Anpassung des Verkehrsentwicklungsplans im Rahmen der neu zu gr√ľndenden Arbeitsgruppe Strategieplan Mobilit√§t und Verkehr. Wir m√∂chten Sie - quasi im Gegenzug und nach Zahlungseingang - herzlich einladen, Ihre Ideen, W√ľnsche und Anregungen bez√ľglich der Zukunft des Oldenburger Taxigewerbes im Rahmen der monatlichen Treffen einzubringen.‚Äú

DER INNENSPIEGEL berichtete gestern ausf√ľhrlich √ľber die neue Arbeitsgruppe. Doch vor dem Hintergrund des erst jetzt aufgetauchten Schreibens erscheint die Nichtteilnahme des Oldenburger Taxigewerbes in einem neuen Licht. Ein √∂rtlicher Taxiunternehmer brachte es auf den Punkt: ‚ÄěDie VWG darf dort also mitmachen! Und wir nicht?! Hat die Busgesellschaft denn gezahlt? Und wenn ja: Wieviel?‚Äú

gl

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