ÔÇťTreffen sich zwei J├Ąger ...ÔÇŁ

Interview mit Hans-J├╝rgen Hartung und Horst Kalinke von der Arbeitsgemeinschaft Oldenburger Taxenunternehmer

Was f├╝hrte zur Gr├╝ndung der AG im Februar dieses Jahres?

Hartung:
Der Stillstand.
Kalinke: Die letzte Versammlung der bestehenden Unternehmervertretung (IG) fand vor 5 Jahren statt. Seitdem passierte  gar nichts mehr.
Hartung: Zeitgleich mit dem Eintritt einiger Unternehmer in die AG verlief der Austritt aus der IG.

Wie sieht die Struktur innerhalb Ihrer Vertretung aus und welche Rolle spielen die anderen (Klein)Unternehmer?

Hartung: Herr Kalinke und ich fungieren als gew├Ąhlte Sprecher. Im ├╝brigen pflegen wir demokratische Strukturen,  Transparenz und Sachlichkeit. Dieses wurde von einigen Kollegen in der IG sicherlich vermi├čt.
Kalinke: Unabh├Ąngig von ihrer Unternehmensgr├Â├če sind bei uns alle Mitglieder gleichberechtigt.

Der k├╝rzlich in der NWZ erschiene Artikel ├╝ber die AG suggerierte, da├č es sich dabei um ein Forum sowohl  f├╝r  Unternehmer als auch FahrerInnen handeln w├╝rde. Ist an eine Integration der FahrerInnen gedacht?

Hartung: Ja, in den einzelnen Unternehmen, die sollen fahren (augenzwinkernd). Spa├č beiseite: Wir vertreten Unternehmerinteressen, an R├╝cksprache mit dem Personal in den einzelnen Firmen ist nat├╝rlich auf die ├╝bliche Art und Weise gedacht.
Kalinke: Das wurde in der NWZ sachlich nicht richtig dargestellt.

Welches Gewicht mi├čt sich die AG innerhalb der Stadt selbst bei?

Kalinke:
Das von Herrn Hartung? (lacht)
Hartung: Bleib sachlich. (allgemeines, schallendes Gel├Ąchter)
Kalinke: Wir vertreten die Mehrheit der Konzessionsnehmer. Das spricht f├╝r sich.
Hartung: Wir versuchen mit unserer Arbeit, alle Unternehmer zu integrieren.

Was konkret plant die AG nach der Tariferh├Âhung?

Hartung: Das zeigt sich, wenn sie durch ist. Wir k├Ânnen das Rad nicht neu erfinden.
Kalinke: Die anstehenden Aufgaben ergeben sich aus dem Alltag und sind sicherlich sehr vielf├Ąltig.

Wird es in Zukunft eine punktuelle Zusammenarbeit mit der IG geben, oder l├Ąuft alles auf eine Konfrontation hinaus?

Hartung: An einer Schlammschlacht ist niemand interessiert, die Signale einer Zusammenarbeit m├╝ssen allerdings von Bartels kommen. Unsere Impulse sind da. Grunds├Ątzlich sollte ein Austausch auf sachlicher Ebene basieren; pers├Ânliche Animosit├Ąten d├╝rfen keine Rolle spielen.

Wo hat die IG geschlafen?

Hartung (schmunzelnd): Das wissen wir nicht, wir haben sie schlafen lassen.
Kalinke: Die Willk├╝r der Entscheidungen hat bei einigen zu Unmut gef├╝hrt. Das T├Ątigkeitsfeld des gew├Ąhlten Vorstands war nie klar erkennbar.

Und dennoch gab es k├╝rzlich eine erste Ann├Ąherung bez├╝glich eines Kompromisses bei den Tarifantr├Ągen der AG  und der IG.

Hartung: Es gab ein Treffen, das diesbez├╝glich n├Âtig war.

Was wurde beschlossen?

Hartung: Inhalte werden Sie dazu von uns nicht h├Âren.

Konkret: Wie wird der Tarif denn nun aussehen?

Hartung: Wir k├Ânnen und wollen zu den Tarifen keine Auskunft geben, da Verwaltungsausschu├č und Rat als letzte Instanzen noch ausstehen und wir deren Entscheidungen noch abwarten wollen.

Nennen wir es beim Namen: Wird der neue Nacht-, Sonn- und Feiertagtarif bei ├╝ber 3,00 DM/km liegen?  F├Ąllt die Schallmauer?

Hartung: Das w├Ąre doch sch├Ân! (grinst)

Nee!!!!!

Hartung: Nochmals: Wir wollen nicht durch ├äu├čerungen in ein schwebendes Verfahren eingreifen.

Abschlie├čend: Wie w├╝rde eine m├Âgliche Deregulierung der Tarife unter dem Vorzeichen gesehen, da├č sie f├╝r  Mietwagen schon immer aktuell ist?

Kalinke: Das Beispiel Amsterdam zeigt, da├č im Falle einer Deregulierung die Preise in die H├Âhe schie├čen.
Hartung: Es ist bekannt, da├č Mietwagen zum Teil schon jetzt h├Âhere Preise als Taxen haben. Die Aufgabe dieses Vorteils gegen├╝ber der Konkurrenz ist egal. Die Wirtschaftlichkeit der Taxiunternehmer geht eindeutig vor.

Herr Hartung, Herr Kalinke wir danken f├╝r dieses Gespr├Ąch.


Das Interview f├╝hrte die Redaktion am 26.06.2000.
 

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